Ausflugstipp Museum Bad Frankenhausen

Ganz spontan sind wir letzte Woche ins Regionalmuseum von Bad Frankenhausen gefahren. Es ist ein kleines und überschaubares Museum, bietet aber einiges und wer sich wirklich für einzelne Themen interessiert, kann sehr viel Zeit dort verbringen. Mit ihren knapp 2 Jahren ist Johanna zwar noch recht klein für Museen, aber auch für sie war viel Sehenswertes dabei!

 Das Museum ist das ehemalige Schloss der Grafen Schwarzburg und Schwarzburg-Rudolstadt und hat Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10-17 Uhr geöffnet.

IMG_9956 IMG_9838Das Museum zeigt in 13 Räumen die ständigen Ausstellungen und die Sonderausstellungen in den Gewölben des Terassengeschosses. Da Johanna keinen Mittagsschlaf hielt, beschränkte sich unser Besuch auf die Dauerausstellungen.

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Bad Frankenhausen ist – wie der Name verrät – eine Kurstadt und besondere geologische Verhältnisse lassen Solequellen mit einem sehr hohen Salzgehalt zu Tage treten. Schon Goethe interessierte sich sehr für die Nutzbarmachung dieser Quellen und war daher in der Stadt und der Region. Das Untergeschoss widmet sich den Heilanwendungen der Sole.

Der Raum im 1. Obergeschoss zeigt einen Überblick über die Anfänge der Knopfmacherei um 1200, über die Blütezeit der Knopfindustrie bis zu ihrem Niedergang. Besonders interessant fanden wir die Herstellung von Perlmuttknöpfen.

IMG_9586 IMG_9583 IMG_9575Im 2. Obergeschoss gibt es einen Rundgang, beginnend bei den Fledermäusen. Einige der 20 vorkommenden Arten in der Region werden als Präparate ausgestellt.

IMG_9603_2IMG_9793Besonders schön fanden wir die Idee, eine Art Labyrinth hinter verschlossenen Vorhängen zu machen, in denen man nur sehen kann, wenn man Klick-, Pfeif-, oder Klatschlaute erzeugt. So wie die Fledermaus nachts nur „sehen“ kann, wenn sie das Echo ihrer Ultraschalllaute hört.

Wir gingen weiter zum geologischen Teil der Ausstellung. Hier konnte man viel über Geologie und Erdgeschichte lernen und wiederholen. Es werden verschiedene Kristalle, Mineralien, Gesteine und archäologische Funde ausgestellt.

IMG_9639_2Daran schließt sich die Ausstellung „Karge Schönheit“. Hier werden Trockenrasen, Schwermetallrasen und Streuobstwiese thematisiert. Vor allem die gute Veranschaulichung durch das Karstdiorama ist sehr gelungen.

IMG_9645IMG_9675Auch die interessante Schmetterlings- und Käfersammlung darf nicht unerwähnt bleiben.

IMG_9834 IMG_9813 IMG_9660 IMG_9828Als nächstes wird der Reichtum der Salzwiesen veranschaulicht. Es werden die Pflanzen und Tiere vorgestellt und deren Wechselwirkungen erläutert.

IMG_9677Hier konnten die Vogelstimmen durch Knopfdruck abgespielt werden.

Die Ausstellung „Gründe Vielfalt“ thematisiert die verschiedenen Waldformen der Kyffhäuserregion. Auch hier wurden die Lebensräume der Tiere und Pflanzen originalgetreu nachgebaut. Es ist wirklich unwahrscheinlich, wie viel Mühe und Liebe zum Detail hier drin steckt! Auf dem folgendem Foto ist der Eichen-Hainbuchen-Mischwald zu sehen.

IMG_9712IMG_9703 IMG_9696 IMG_9689Als wir „Die grüne Vielfalt“  verließen, betraten wir die „Urgeschichte“. Die Ausstellung gibt einen Überblick über alle Siedlungsperioden der Region und zeigt bemerkenswerte Funde aus allen steinzeitlichen Perioden. An diese Ausstellung schließt sich der „Bauernkrieg“, der in Frankenhausen seine Entscheidung fand.

IMG_9766 IMG_9756 IMG_9777Die anschließende und letzte Ausstellung über die Trachten der Region konnten wir nicht mehr anschauen, weil es Zeit war zu gehen. Johanna war zwar sehr geduldig und lange bei der Sache, doch nach zwei Stunden brauchte sie wieder frische Luft.

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Wir besuchten daher noch kurz die Innenstadt von Bad Frankenhausen und nahmen alle Wasserspiele und Brunnen mit, die sich boten. IMG_9897 IMG_9917 IMG_9932Auch Solequellen fanden wir und musste das salzige Wasser kosten – Johanna steht ja sowieso auf alles salzige…

IMG_9910Auch die Salzgewinnung und -nutzung konnen wir uns noch einmal im Großformat anschauen. Im Museum sahen wir ja zuvor die Modelle.

IMG_9943 IMG_9947Am Abend fuhren wir wieder nach Hause und Johanna schlief noch bevor wir Bad Frankenhausen verließen ein. Der Besuch im Regionalmuseum lohnt sich wirklich und ist auch für Kinder interessant.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10-17 Uhr
Preise: Erwachsene 4€, Ermäßigt (Kinder ab 6 Jahren, Studenten, Schwerbehinderte) 2,50€, Familienkarte 9€, Führung 20€, Fotoerlaubnis 2€
Parkmöglichkeiten: kostenlos bis zu 3h mit Parkscheibe in den umliegenden Straßen.
Das Museum ist barierefrei!

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2 Kommentare

  1. Hallo liebe Nicole, das scheint mir ein tolles Museum zu sein! Besonders die Knöpfe haben es mir angetan… Liebe Grüße Tutti

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    1. Oh ja, zu den Knöpfen hätte man einen Extrapost schreiben können! Das Museum ist zwar etwas klein gehalten, aber für Kinder genau richtig. Wahrscheinlich gibt es in Deutschland tausende Museumsperlen, die es noch alle zu entdecken gibt!

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