ABC des Umweltschutzes – A wie Abfalltrennung

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mein Studium etwas in mein Blog einfließen lassen und daher gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Beiträge zum Umweltschutz. Ich beginne mit der deutschen Königsdisziplin: Abfalltrennung; wie die Mülltrennung eigentlich heißt.

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Der Mensch jagt und sammelt, aber er wirft auch weg und produziert täglich Abfall. Seit unserer Kindheit wird uns vorgelebt, wie man Müll trennt und ich hatte das auch nie wirklich in Frage gestellt. Also haben auch wir Zuhause verschiedene Behälter und Tüten um alles später der richtigen Tonne zu übergeben: Einen Mülleimer, einen Papierkorb, einen alten Einkaufskorb für Glas und Tüten für Verpackungsmüll (Gelber Sack), Batterien, abgelaufene Arzneimittel und Dinge für das Schadstoffmobil (Restgebinde Farbe, Lacke, Silikon oder kaputte Energiesparlampen). Dazu käme eigentlich noch die Biotonne (seit Anfang des Jahres Pflicht), aber die gibt es bei uns nach wie vor nicht. Das ist ganz schön viel und manchmal kommen leise Zweifel auf, ob das wirklich so sinnvoll ist. Bei mir regelmäßig, wenn ich überlege, wieviel Platz das alles in der Küche wegnimmt…

Ich denke bei den Dingen wie Batterien, alte Energiesparlampen, abgelaufene Medikamente und Reste von Farben, Lacken o.ä. sind wir uns einig: Die gehören nicht in die graue Tonne! Aber wie steht es um Plastik, Restmüll und Papier? Gehört nicht eigentlich Verpackungsmüll in die gelbe Tonne und nicht das ausgediente Spielzeug? Warum trennen wir so akribisch, wo doch der technische Fortschritt längst auch in der Welt der Abfallbeseitigung Einzug hielt? Und wohin gehören eigentlich die blauen Flaschen?

Mülltrennung ist aktiver Umweltschutz! Wenn wir gut vorsortieren, muss die Maschine nicht mehr so viel tun – das spart Energie. Aus Altpapier wird wieder Papier oder Kartonagen, aus Altglas wird Neuglas. (Übrigens: Wusstet ihr, dass sehr viel Sand verbaut wird, obwohl man dafür auch gut Altglas nutzen könnte?! Viele Sandstrände sind bedroht und müssen künstlich aufgeschüttet werden. Wüstensand ist zum Bauen ungeeignet.) Auch bei der Wiederverwertung von Plastik hat sich einiges getan. Was viele nicht wissen: Wir können den Wirkungsgrad der Sortieranlage verbessern, indem wir z.B. den Aluminiumdeckel vom Joghurtbecher komplett entfernen – so kann beides recycled werden. Bei Plastik-Mehrweg-Flaschen sollte man darauf achten, immer nur Wasser daraus zu trinken. Es gibt Maschinen, die erkennen, dass vorher kein reines Wasser in der Flasche war (auch nach dem Ausspühlen, da immer Rückstände in der Plastik verbleiben) und diese Flaschen dürfen nicht noch einmal befüllt werden.

Die Verwertung von Rohstoffen ist heute natürlich viel besser als noch vor 30 Jahren. Damals wurde oft der getrennte Müll wieder in der Müllverbrennungsanlage zusammen gekippt (thermische Verwertung). Auch sind die Deutschen Weltmeister im Mülltrennen. Ich denke aber, wir müssen alle noch ein bisschen besser werden in der Müllvermeidung! Nicht alles muss in Plastik verpackt gekauft werden: Wasser, Milch, Joghurt und Schlagsahne gibt es auch „hinter Glas“ zu kaufen. Wer keine Müllberge durch Wegwerfwindeln produzieren möchte, kann auf Stoffwindeln zurückgreifen. Einige Hersteller moderner Stoffwindelsysteme hatte ich in diesem Post verlinkt. Auch im Bereich der Monatshygiene gibt es sinnvolle und einfach zu handhabende Alternativen. Auch der Gang zum Metzger hilft, Müllberge zu vermeiden und schafft zugleich regionale Wirtschaftskreisläufe.

Nun bin ich euch noch die Antwort auf die Frage, wo die blauen Flaschen hingehören schuldig: Sie gehören in den grünen Altglascontainer.

So, morgen muss ich wieder zum Glascontainer! Vielleicht treffen wir uns ja dort mal ;-) Alles Liebe, eure Nicole

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