Unsere Stoffwindeln

Hallo ihr Lieben,

wie versprochen nun der Post über die Stoffwindeln. Wie ihr bereits wisst, beschlossen wir lange vor Johannas Geburt, dass wir keine WegWerfWindeln benutzen wollen. Und viele fragen sich zu Recht, ob wir das durchgehalten haben und wenn ja, wie es uns damit jetzt geht.

Als erstes muss ich gestehen, wir haben Pampers gekauft und zwar die kleinste Größe. Das waren genau 3 kleine Packungen. Außerdem bekam sie in der Klinik Pampers und wir hatten noch Promopacks (vielleicht insgesamt 8 Windeln) verschiedener Marken für den Notfall. Der produzierte Müll dahingehend ist also mehr als überschaubar geblieben. Warum aber überhaupt die ersten Wochen WWW? Wir hatten keine speziellen Stoffwindeln für Neugeborene gekauft – das ist eine Frage des Geldes und das hatten wir einfach nicht. Als die drei Packungen Pampers aufgebraucht waren (die insgesamt keine 6€ kosteten) passte die erste Größe Stoffwindeln noch nicht so gut (unsere All-In-One one-fits-all aber noch weniger).

Als erstes fiel auf, dass sie so einfach zu benutzen sind wie WWW: Windel auf, Baby drauf, Klett schließen. Auch das Wechseln war genauso einfach: Klett auf, Windel wegnehmen, Klett schließen und in einen Eimer legen. Als zweites ist uns aufgefallen, dass ihre (Muttermilch-)Stuhlwindeln fast gar nicht mehr gerochen haben. Das war sehr erstaunlich, aber wenn man einmal an einer frischen und ungebrauchten WWW gerochen hat, gar nicht mehr so überraschend! Wir haben alle 3-4 Stunden ihre Windel gewechselt und nach jedem Stuhlgang. Wir wuschen jeden zweiten Tag die Windeln und nahmen sie auch auf Reisen mit. Wir zogen die Prefolds den All-In-Ones vor, weil sie einfach weniger Waschvolumen verursachten und schneller trockneten. Die All-In-Ones hatten wir für Notfälle, für nachts, für längere Autofahrten und für die Babysitter. Unser Stoffwindelbestand am Ende der Pamperszeit:

Als die ersten Überhosen nicht mehr richtig passten, mussten größere gekauft werden. Nach und nach erweiterten wir unsere Sammlung um folgende Windeln, Saugeinlagen und Zubehör:

Wir haben wirklich nur die kleinen Prefolds genommen (0-9 Monate), auch wenn das heißt: öfter wechseln!

Was das Windelwaschen angeht hat sich folgende Waschroutine bewährt: Alle 2-3 Tage (je nach Wetter!) waschen wir unsere Stoffwindeln mit dem Waschmittel von TotsBots (normales Waschmittel vermindert sie Saugfähigkeit der Windel und beschädigt sie auch). Das ist sehr ergiebig und wäscht wirklich am besten. Außerdem hatten wir das Waschmittel von UlrichNatürlich ausprobiert und das Ecoegg Waschei (beide ohne/mit wenig Duft und für unser Wasser hier daher ungeeignet). Wir lassen bei 40°C mit Vorwäsche, intensiv und extra Wasser waschen. Das große Geschäft lässt sich – dank Vlies – einfach in die Toilette abschütteln. Sollte es weicher sein wird es vorher noch kurz ausgewaschen. Das kling ekliger als es ist, denn wenn man es geschickt anstellt, kommt man mit dem Stuhl gar nicht in Berührung! Ich mag jedenfalls keine Vollkornüberreste in meiner Waschmaschine wissen.

Wir stehen also nach wie vor hinter unserer Entscheidung und haben es eigentlich noch nie bereuht. Windelwaschen ist mit Baby viel einfacher als riesige Kartons WWW zu schleppen. Günstiger ist es auch noch, vor allem, wenn man nicht die teuren Systemwindeln benutzt, sondern Prefolds mit einfachen Überhosen. Schneller trocken sollen die Kinder auch werden, obwohl das nie unsere Intension war (scheint aber zu stimmen, da sie nach jedem Pullern die Nässe merkt und auf den Topf will, bzw. eine neue Windel).

Zusammenfassend noch ein paar Tipps:

  • Vorher verschiedene Windelsysteme und -hersteller probieren (kann man auch gegen eine geringe Gebühr ausleihen, die bei Kaufabschluss meist verrechnet wird), da jeder wirklich andere Vorlieben hat und nicht jede Windel gleich gut am Kind sitzt. Nach dem Test kann man immer noch die günstigeren Pakete kaufen.
  • Bei einem sehr empfindlichen Babypo waschbares Vlies ausprobieren (Der Po ist wirklich deutlich trockener!).
  • Sollten die Windeln beim Waschen nicht richtig sauber werden: Mehr Wasser nutzen! Moderne Maschinen verbrauchen sehr wenig Wasser, Windeln müssen aber richtig in der Trommel schwimmen.
  • Windeln zum Trocknen in die Sonne hängen! Das spart Geld, schont die Umwelt und die Windeln werden wieder richtig weiß!
  • Wenn die Windeln nach dem Waschen noch unangenehm riechen, könnte es sein, dass zu wenig Wasser in der Maschine war, oder eben zu viele Windeln. Auch sollten Windeln relativ schnell trocknen, damit sie nicht riechen. Das Strippen der Windeln von Zeit zu Zeit schafft auch Abhilfe.

Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Überblick geben. Wir hatten unsere Windeln nach und nach gekauft, da ich nie richtig abschätzen konnte, wieviele wirklich gebraucht werden und wie sie mich überzeugen.

Beim Heraussuchen der Links habe ich festgestellt, dass die meisten Hersteller ihre Produkte weiterentwickelt haben. Wer aktuelle Testergebnisse sucht, sollte einen Blick auf die Blogs „Schick gewickelt“ und „wickelmania“ riskieren! Damals hatten mir beide Blogs wirklich sehr geholfen. Für das nächste Kind gibt es jedenfalls wieder viel zu recherchieren ;-)

Ich wünsche fröhliches Wickeln

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